Schlafstörung

Zu den häufigsten Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen gehören Ein- und Durchschlafstörungen, Albträume und Schlafwandeln, das vor allem bei jüngeren Kindern auftritt. Die Betroffenen können abends lange Zeit nicht einschlafen oder wachen nachts auf und liegen dann lange wach. Seltener sind Störungen, bei denen ein vermehrtes Schlafbedürfnis vorhanden ist, das zu starker Müdigkeit und Schläfrigkeit am Tag führt.

 

Schlafstörungen Schlafstörungen sind bei Kindern und Jugendlichen relativ häufig. In der Regel sind sie vorübergehend und stellen keinen Grund zur Besorgnis dar. Bei andauernden, gravierenden Schlafstörungen, die zu Leistungs- und Konzentrationsschwierigkei-ten führen und sich negativ auf das Allgemeinbefinden auswirken, ist jedoch eine Behandlung notwendig.


Anzeichen für eine Schlafstörung liegen vor, wenn ein Kind/ Jugendlicher abends länger als eine halbe Stunde zum Einschlafen braucht, nachts häufig aufwacht, lange Zeit nicht wieder einschlafen kann und tagsüber die Folgen des Schlafmangels spürt. Dieser zeigt sich vor allem darin, dass der Betroffene morgens sehr müde ist und lange braucht, um richtig wach zu werden, auch tagsüber immer wieder müde wird, sich schlecht konzentrieren kann und allgemein gereizt, nörgelig, lustlos und überfordert ist.


Man unterscheidet zwischen den oben genannten Ein- und Durchschlafstörungen, starker Schläfrigkeit und Müdigkeit am Tag und Phänomenen wie Schlafwandeln, Sprechen im Schlaf und nächtlichem Zähneknirschen. Eine bei Kindern und Jugendlichen eher seltene Form der Schlafstörung ist das nächtliche Hochschrecken aus dem Schlaf, das nicht mit Träumen verbunden ist.

 

 

Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen werden mithilfe kognitiv-verhaltens-therapeutischer Maßnahmen behandelt. Die Art der Intervention richtet sich nach der vorliegenden Störung und dem Alter des Kindes/ Jugendlichen. Bei kleineren Kindern, die an einer Ein- oder Durchschlafstörung leiden, findet vor allem eine Beratung der Eltern statt. Diese erfahren hierbei etwas über die Entwicklung von Ritualen für das Zubettgehen und Einschlafen, Maßnahmen, um Ängste des Kindes zu verringern, und allgemeine Prinzipien, die für einen regelmäßigen Schlaf von Bedeutung sind. Bei etwas älteren Kindern und Jugendlichen hat sich die Verhaltenstherapie als wirksam erwiesen, bei der eine schrittweise Annäherung an das erwünschte Schlafverhalten stattfindet. Die Betroffenen lernen neben Entspannungstechniken auch Methoden, um den Stress, der sie am Einschlafen hindert, zu verarbeiten und negative Gedanken (z.B. „Ich werde mich morgen in der Schule nicht konzentrieren können, wenn ich jetzt nicht einschlafe.“) zu verändern.